Was wird bei einer urologischen Untersuchung gemacht?

Wenn Männer das Wort Urologe hören, zucken sie insgeheim zusammen. Das Wort klingt für die Männerschaft ähnlich schlimm wie Zahnarzt. Doch warum ist das so? Was geschieht bei einer urologischen Untersuchung? Und ist der Urologe wirklich nur für die Herren der Schöpfung zuständig? Oder hat er auch mit Frauen zu tun?

Vielleicht beginnen wir damit, was der Urologe ist und welche Aufgaben er hat.

Das Wort Urologie leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet im Prinzip Medizin der harnbildenden und harnableitenden Organe. Es ist ein Teilgebiet der operativen Medizin und betrifft somit Männer und Frauen. Soweit können wir ein Vorurteil ausräumen. Zu den Organen, die in seine Zuständigkeit fallen, gehören die Niere, die Harnblase, der Harnleiter, die Harnröhre und auch Geschlechtskrankheiten des Mannes, sowie Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, Penis und Prostata. Und vor letzterem scheinen die Männer besonders Angst zu haben.

Um zu wissen, wie eine urologische Untersuchung abläuft, muss man unterscheiden, wer mit welchem Anliegen zum Urologen kommt. Haben Sie einen Urologen Ihres Vertrauens? Wenn nein – Urologie-Basel.ch, Dr. Med. Alexander Deckart könnte der Arzt Ihres Vertrauens sein.

Nehmen wir an, ein Mann kommt zur Vorsorgeuntersuchung. Er lässt seine Geschlechtsorgane sicherheitshalber untersuchen, um etwaige Prostatakrankheiten ausschliessen zu können. Diese Art der Untersuchung ist einerseits eine empfohlene regelmässige Untersuchung, zweitens auch das, wovor die meisten Herren Angst haben. Sie wissen, dass der Arzt in Bereiche vordringen wird, die ihnen unangenehm sind. Doch wir empfehlen: Augen zu und durch! Es gibt bei weitem Schlimmeres.

Erst werden Sie gebeten werden, sich frei zu machen. Durch Hosen und Unterwäsche hindurch lässt sich keine Diagnose stellen. Vielleicht haben Sie sicherheitshalber im Vorfeld etwas mehr Wasser getrunken. Sie werden nach einer ersten Ultraschalluntersuchung von der Harnblase eine Harnprobe abgeben müssen. Der Urin wird auf Infektionen und Zucker untersucht. Eine anschliessende Blutprobe gibt Aufschluss über den PSA-Wert, der für die Früherkennung von Prostatakrebs von Bedeutung ist. Der Rest-Urin in der Blase wird im Folgenden bestimmt. Denn es ist wichtig zu wissen, ob die Blase vollständig entleert wird beim Wasserlassen. Dann kommt das Abtasten der Prostata vom After her. Das ist der Gruselmoment, wo der Mann tatsächlich einen Finger … Sie wissen schon Bescheid. Beim Abtasten erkennt der Arzt, ob es Tumorareale gibt. Wenn nötig, wird noch ein transrektaler Ultraschall oder eine Zystoskopie durchgeführt, um alle Zweifel auszuräumen oder eine Bestätigung zu haben. Sollte es einen Krebsverdacht geben, kann man die Untersuchung noch um eine Prostatabiopsie oder eine MRI-TRUS-Fusionsbiopsie erweitern. Dann hat man Gewissheit.  Sie sehen: Abgesehen von dem winzigen unangenehmen und ungewohnten Moment ist diese Untersuchung harmlos aber eben nützlich.